Mit 12 Jahren haben Sie Kopien von einem Text von Ihnen gemacht und versuchten diese Kopien an Leute zu verteilen. Wussten Sie schon damals, dass Sie Schriftstellerin werden wollten?

Ich wollte es schon damals. Ich wusste aber nicht, ob ich davon leben kann. Ich dachte, dass es nicht möglich ist, dass man nebenbei etwas anderes machen muss. Es war aber früh klar,  dass mich Bücher von Allem am meisten faszinierten.

Wussten Sie konkret, welchen Beruf Sie neben dem Schreiben machen wollten?

Ich stellte mir vor in einer Schule zu arbeiten, Sprachen zu unterrichten.

Sie haben Russisch studiert und sind anschließend nach Russland gefahren. Wie war diese Reise?

Sie war faszinierend. Als ich noch Schülerin war, reiste ich überhaupt nicht. Ich verbrachte die meiste Zeit lieber in einer Bibliothek oder zu Hause und habe gelesen. Mit neunzehn Jahren bin ich nach Russland gefahren, weil mich die russische Literatur faszinierte. Das war keine Suche nach einem Abenteuer, sondern eine Reise in die Bücher und in die Literatur. Aber ich wollte auch die Sprache, die für mich nur in den Büchern vorkam mit eigener Haut erleben. Die Reise mit dem Zug durch Sibirien war überragend. Man hatte unendlich viel Zeit und so sahen auch die Landschaften aus. Die Zeit verlief dort ganz anders. Von Japan nach Europa ist man fast zweihundert Stunden unterwegs. Man sitzt mit fremden Leuten in einem Abteil, versucht mit ihnen zu reden, mit den Leuten, mit denen man sonst nichts zu tun hat. Ich fand das war fast eine theatralische und künstliche Situation.

Entsprach diese Realität ihrer früheren Vorstellungen von Russland?

Das war ein bisschen anders. Die „wirklichen“ Russen im Zug waren sehr freundlich, sehr ruhig und zugänglich während die Russen, die in der Literatur vorkommen viel fanatischer und verrückter sind.

War das nur ein Zwischenstopp – Russland? Wie kamen Sie nach Deutschland?

Mit meinem Studium in Japan war ich noch nicht fertig. Diese Reise mit der transsibirischen Eisenbahn machte ich während meiner Sommerferien. Ich fuhr noch weiter: Nach Polen, in die DDR und nach Westdeutschland. Das war 1979. Im Jahr 1982 bin ich wieder nach Deutschland gekommen. Seitdem bin ich hier.

Was hat Sie überhaupt bewegt nach Deutschland zu kommen?

Damals hatte mich die europäische Literatur interessiert. Ich wollte nach Europa und es spielte keine Rolle in welches Land. Die russische Literatur war für mich damals sehr wichtig. Man konnte aber nicht so einfach in Russland bleiben und studieren. Für mich gab es keine Möglichkeit. Dann wollte ich in Polen studieren. Das ging aber auch nicht. Es gab Unruhen in Warschau. Weil ich aber eine Arbeitsstelle in Hamburg bekommen hatte, entschied ich mich nach Hamburg zu fahren. Von Japan aus, sieht Europa klein aus. Es spielt keine große Rolle, ob man in Hamburg, Paris oder Moskau ist.

Als ich das Buch „Das Bad“ gelesen habe, dachte ich, dass das Buch sehr autobiografisch ist. Stimmt das?

Vom Gefühl her schon. Aber ich bin nicht in einen Fisch verwandelt worden. Ich habe aber während meines Studiums in Hamburg als Dolmetscherin gearbeitet und kenne solche Gefühle: Dass man z.B. die Sprache der Geschäftsleute in sich aufnehmen muss und sie mit dem eigenen Mund aussprechen muss. Ich kenne das Gefühl, dass die Dinge, die man gar nicht sagen möchte, ständig durch den eigenen Körper durchgehen müssen, was sehr unangenehm ist.

Also keine Übersetzung der Wirklichkeit, sondern eine Interpretation?

Ja, genau. Man kann das gar nicht übersetzen. Ich hätte vieles gern mechanisch übersetzt. Das geht aber nicht. Es gibt große Unterschiede zwischen dem Japanischen und dem Deutschen oder anderer europäischen Sprachen. Der soziale Kontext, Gesten, Gewohnheiten, die Art und Weise, wie man mit den Leuten umgeht. Das ist alles anders. Das muss man alles mit übersetzen, sonst gibt es Missverständnisse. Das heißt, dass man alles essen und dann ausspucken muss.

Man kennt Japaner wegen ihrer Höflichkeit oder bestimmter Rituale, die sie befolgen. Ist es richtig, dass die direkte Übersetzung europäischer Ausdrücke beleidigend sein kann?

Ja. Aber umgekehrt auch. Viele Dinge, die für Deutsche unhöflich sind, sind für Japaner ganz normal. Und man muss beim Übersetzen die beiden Seiten korrigieren. Ich glaube nicht, dass die Japaner höflicher sind. Vielleicht auf anderen Gebieten. Oder die Dinge die man als höflich empfindet, sind für Japaner ganz normal.

Nachdem sie hier gekommen sind, konnten Sie diese Gesellschaft mit ganz anderen, frischen Augen sehen. Welche Erfahrungen waren für Sie die Schlimmsten und welche die Schönsten?

Das ist schwer zu sagen. Was mich aber am meisten stört sind die Umgangsformen in der Öffentlichkeit. Ich meine damit nicht allein die Höflichkeit. Ganz normales Verhalten, wie man spricht, wie man fragt, wenn man sich bei den Behörden anmelden will, oder in den Geschäften, auf der Strasse. Man kann oft nicht davon ausgehen, dass man respektiert wird, und ich meine damit nicht wegen einer Leistung, sondern einfach weil man ein Mensch ist. Und das ist in England anders, in Amerika anders und in Japan anders. Die Menschen in Deutschland sind nicht unfreundlich, ich finde sie sehr herzlich und menschlich. In der Öffentlichkeit haben sie aber Angst vor fremden Menschen, und sie verhalten sich komisch. Manchmal werden sie aggressiv, um sich zu schützen oder um Recht zu haben. Das stört mich am meisten. Was ich schön finde ist die kulturelle Szene. Sie ist nicht so kommerziell wie in Amerika oder in Japan. Z.B. poetische Texte, die nicht verkäuflich sind, bekommen dennoch Annerkennung und haben die Chance einen Leser zu finden. Das wird auch öffentlich unterstützt. Es gibt auch sehr viele gute Leser. Gute Autoren gibt es überall, nicht aber gute Leser. Und das ist sehr wichtig.

Die ersten Bücher, die sie in Deutschland geschrieben haben waren auf Japanisch. Nach einigen Jahren kam der Punkt, wo Sie auf Deutsch geschrieben haben. Wie kam es zu dieser Entscheidung?

Eigentlich war das keine richtige Entscheidung. Ich schreibe bis heute weiter auch auf Japanisch. Es kam von alleine. Es kamen Gedanken, Ideen, Bilder, die ich unbedingt in der deutschen Sprache schreiben wollte. Ich hätte das auch auf Japanisch schreiben können. Das wäre aber eine Übersetzung gewesen, weil mir diese Gedanken in deutscher Sprache gekommen sind. Deswegen wollte ich sie auf Deutsch schreiben. So kam es von alleine.

Man sagt, dass man in der Sprache schreibt, in der man denkt. Stimmt das?

Ja. Man kann aber in vielen verschiedenen Sprachen denken. Oder gar nicht denken. In dem Moment, in dem man denkt, geschieht eine intensive Zusammenarbeit mit der Sprache selbst. In der Literatur ist jedes Wort als konkretes Wesen sehr wichtig. Deswegen ist die Sprache so wichtig. Andererseits, man denkt nicht mehr, sondern man versucht über die Sprache hinaus etwas zu fassen, was nicht zu fassen ist, was nicht sprachlich ist. Und insofern befindet man sich in einer „Nichtsprache“.

Ich stelle mir das so vor, dass es ähnlich, wie bei einem Maler ist, der seine Gefühle mit Hilfe von malerischen Mitteln darzustellen versucht. Ist es auch bei einem Schriftsteller so, der mit Worten etwas nicht Beschreibbares abbilden möchte?

Wenn man versucht ein Gefühl zu beschreiben, das wäre als ob man ein Abbild von dem Gefühl zu machen versuchte. Das gelingt nicht. Das Gefühl ist nicht sprachlich. Wenn man mit der Sprache intensiv arbeitet, versucht man alles, was sich zwischen Wörtern, zwischen Sätzen befindet in Bewegung zu setzen. Dann bewegt sich etwas in der Sprache. Das ist eine Entsprechung des Gefühls, das ist aber kein Abbild von dem Gefühl. Es entsteht etwas, und das ist das Schreiben. Ich denke nicht, dass ein Maler versucht eine Tasse Kaffee abzubilden. Das kann ein Fotoapparat besser machen. Mit der Farbe, mit der Form passiert etwas, was ein Fotoapparat nicht kann. Und das ist keine Abbildung.

Was ist die wichtigste Aufgabe der Literatur?

Ich glaube die Literatur braucht gar keine Rechtfertigung für ihre Existenz.

Das ist auch eine Antwort. Sie schreiben in den beiden Sprachen: Deutsch und Japanisch. Hat das ein System? Wie entwickelt sich das?

Wenn ich von bestimmten Textrhythmen ausgehe, also wenn mir etwas auffällt, was musikalischer ist, es geht hier nicht um die Handlung oder die Aussage, sondern der Text soll einen bestimmten Rhythmus haben, dann schreibe ich auf Deutsch. Das geht gar nicht auf Japanisch. So ist das auch mit meinem jetzigen Text, den ich schreibe. Parallel dazu schreibe ich einen japanischen Text, der durch das optische geprägt ist. Ich habe eine klare Vorstellung, wie der Text aussehen soll, nicht wie er klingen soll, sondern wie er als Bild aussehen soll und das kann ich nur auf Japanisch machen. Mit dem deutschen Alphabet geht das gar nicht.

Wenn Sie ein Buch schreiben, haben Sie schon den Inhalt im Kopf oder entwickelt sich das im Prozess?

Meistens habe ich den Anfang konkret im Kopf, dort ist alles enthalten. Ich verstehe aber nicht, wie sich das weiter entwickelt. Mir kommt das so vor, als ob der Anfang ein Mikrokosmos vom Ganzen wäre. Daraus macht man ein großes Gebäude. Wie das endet, weiß ich nicht. Meistens kann ich das gar nicht beenden. Das Ende existiert für mich gar nicht, nur der Anfang.

Sind die nächsten Bücher eine Fortsetzung von den vorherigen?

Wenn ich an einem Text arbeite, muss ich vieles ausschließen - alles, was zu diesem Buch nicht gehört. Viele Sachen darf ich gar nicht schreiben, das kann mich auch unzufrieden machen. Wenn ein Buch fertig ist, muss ich sofort ein nächstes Buch zu schreiben beginnen: Über all das, was im vorherigen Buch nicht vorgekommen ist.

Sie schreiben auch fürs Theater. Sind das Sachen, die auf Bestellung entstehen oder sind das Ihre eigene Projekte?

Meine Theaterstücke sind wahrscheinlich keine richtigen Theaterstücke und meine Gedichte sind keine richtigen Gedichte und Prosatexte sind wie Gedichte und die Theaterstücke sind wie Postkarten. Ich komme nicht klar mit diesen Gattungen. Das sind eher poetische, fragmentarische Prosagedichte. Einige davon können als Theaterstücke gesprochen werden, weil das mehrstimmige Texte sind. Sie haben aber keine herkömmliche grammatische Struktur. Umso gespannter bin ich immer, wenn eine Theatergruppe solche Texte als Theater inszenieren möchte.

Mich hat Ihr ganz ungewöhnlicher Blick auf die Welt in Ihren Büchern fasziniert. Man kann in ganz prosaischen Sachen so viele Dinge entdecken, die man vorher gar nicht gesehen oder vermutet hat. Hat Ihre Situation hier als Fremde diese Gabe erleichtert, vielleicht sogar ermöglicht?

Ja. Ich denke, dass mir diese Situation geholfen hat. Wenn man in einem fremden Land ist, ist man zuerst damit beschäftigt alles kennen zu lernen, alles vertraut zu machen. Nach einiger Zeit denkt man, jetzt weiß man schon alles. Das Tolle dabei ist aber, dass man nicht das Gefühl hat, dass man schon alles weiß, sondern, dass man etwas nicht weiß. Es ist viel, viel entspannender sich von diesem Glauben zu befreien. Dann fängt man an, in den Erinnerungen danach zu suchen, was man als komisch empfunden hatte und warum so etwas komisch war. Für diese Beschäftigung ist es natürlich sehr hilfreich sich in einem fremden Land zu befinden. Die fremde Sprache ist auch sehr hilfreich. Ich habe z.B. das Wort „Telefonzelle“ gelernt und ich fand das faszinierend. Das Wort „Zelle“ benutzt man auch für die Fleischzelle in unserem Körper. Auf einmal habe ich Millionen von kleinen Telefonzellen gesehen und in jeder Zelle befindet sich ein Mikromännchen, und sie telefonieren miteinander. Diese Bilder kommen durch eine Sprache. Die Bedeutung des Wortes kann man natürlich lernen, man sollte aber auch eine Distanz dazu bewahren. Das ist schwierig und auch schön.

Fühlen Sie sich in Deutschland zu Hause? Oder sind sie eine Wanderin, die Ihren Platz noch sucht?

Ich bin eine Wanderin. Mein Problem ist, dass ich mich überall zu Hause fühle, ob in Berlin oder in Hamburg. Komischerweise auch in Amerika oder im Senegal, obwohl ich mich dort gar nicht auskenne. Als Reisende fühle ich mich zu Hause, wenn ich etwas Interessantes beobachten kann. Meine Welt ist dort, wo ich mit den Leuten über Literatur reden kann, wenn wir eine gemeinsame Bücherwelt haben. Ich war in diesem Jahr z.B. in Sofia. Ich konnte mit den Studenten über Dostojewski, über Tschechow und auch über meine Texte sprechen. Wir konnten uns verstehen und dort fühlte ich mich vollkommen zu Hause.

Man sagt, man ist dort zu Hause, wo man eigene Freunde hat.

Oh ja, das ist auch wichtig. Oder dort zu Hause, wo man ein Fahrrad und einen Friseur hat. Das ist in Hamburg.

Sie verreisen sehr viel, haben viele Lesungen, Vorträge. Haben Sie Zeit noch zu schreiben?

Ich schreibe im Zug oder auf dem Flughafen. Das Problem ist, dass der Zug wackelt und meine Augen schlechter werden. Ich kann mich aber sehr gut konzentrieren. Ein Zug das ist ein sich bewegendes Schreibzimmer.

Wie wichtig sind die Lesungen für Sie. Ist das vielleicht eine Inspirationsquelle?

Sie sind schon sehr wichtig für mich. Inspiration? Ich weiß es nicht, ob das das richtige Wort ist. Vielleicht doch. Ich komme zwar nicht auf eine neue Idee; in einer bedeutungslosen Situation komme ich auf eine neue Idee, das Gespräch mit den Lesern macht mich bewusster, zeigt, wie die Sprache arbeitet, wie sie lebt. Das sind wichtige Erkenntnisse, die ich dadurch gewinne. Ich konnte auch vieles in meinen Texten nicht begreifen. Ich wusste zwar, dass es so sein musste, warum das so ist und was das bedeutet erfuhr ich bei solchen Gesprächen.

Machen Sie auch Übersetzungen vom Japanischen ins Deutsche oder andersherum?

Ganz selten. Fremde Texte kaum, eigene Texte nur gelegentlich. Ich habe in meinem neuen Buch „Das nackte Auge“ auf Japanisch geschrieben und es dann ins Deutsche übersetzt, dann auf Deutsch weiter geschrieben, das wieder ins Japanische übersetzt und so weiter – ich bin immer hin und her gesprungen. Das war das erste Mal, dass ich so etwas gemacht habe. Das bringt alles durcheinander - genau das wollte ich aber. Das kann man nur als Experiment betreiben. Die Übersetzung als Tätigkeit ist aber sehr faszinierend. Man erfährt dabei sehr viel über die Sprachen. Das ist sehr wertvoll. Das Ergebnis ist aber schwierig. Ich bin keine gute Übersetzerin.

Kann man überhaupt so übersetzen, dass es dem Original entspricht, diese Stimmung wiedergibt?

Es entsteht immer etwas anderes dabei. Das Andere kann aber sehr faszinierend sein. Eine Übersetzung ist immer eine Interpretation und eine Inszenierung. Das Original kann man nicht noch einmal abbilden, hier kommen wir wieder zum Thema Abbildung. Es ist vielleicht ein bisschen ähnlich, wie man ein Theaterstück liest und dann auf einer Bühne inszeniert. Ein Theaterstück ist auch dann, wenn es nicht gespielt wird, sehr wertvoll - Shakespeare. Dort brauche ich keine Bühne. Ich bin zufrieden, wenn ich das lese. Das Spielen ist aber nicht verkehrt. Das ist etwas anderes, das ist eine Interpretation des Textes.

Was ist schwieriger, von Japanischen ins Deutsche zu übersetzen oder andersherum?

Beides ist schwierig. Man kann vieles direkt übersetzen, es wird aber unverständlich. Das, was im Deutschen klar ist, wird im Japanischen unklar. Vieles wird dann widersprüchlich oder falsch. Das ist faszinierend.

Woran liegt das? An der Kultur, an den Sitten?

Sehr gute Frage. Es gibt vielleicht dazu tausende Sachen dazu sagen. Ein ganz einfaches Beispiel: Im Japanischen gibt es keine Unterscheidung zwischen Plural und Singular. Im Deutschen muss man sich entscheiden, ob man sagt: „Auf dem Tisch liegt ein Buch, oder Bücher“. Manchmal ist das ganz nichtig, ob das ein Buch oder zwei Bücher sind. Trotzdem muss man sich entscheiden. Das heißt, wenn man von Japanischen ins Deutsche übersetzt, weiß man nicht, ob das ein oder zwei Bücher sind. Wenn man aus dem Deutschen ins Japanische übersetzt, versteht man nicht, warum man da extra gesagt hat, dass dort mehr als ein Buch war. Es gibt kein Grund dafür. Man fragt sich warum? Man kann es aber nicht anders sagen, weil die Grammatik so ist.

Wenn ich auf der Straße jemanden treffe, ist es dann nicht wichtig zu sagen, ob ich eine Person oder eine Gruppe getroffen habe?

Wenn das wichtig ist, dass es eine Gruppe ist, sagt man das, wenn das nicht wichtig ist, muss man es nicht sagen.

Was lesen Sie gern? Sind das bestimmte Autoren oder ist das für Sie immer noch eine Entdeckungsreise?

Es ist eine Reise. Es gibt aber auch Autoren, die ich unbedingt lesen möchte. Es kann aber vorkommen, dass ich sie in dieser Woche gut verstehe, nächste Woche aber nicht mehr. Das hängt davon ab, womit ich mich gerade beschäftige, wie ich mich fühle und wo ich mich befinde, das hat mit vielen Sachen zu tun.

Sind das bestimmte Bücher, die Sie lesen?

Das ist sehr unterschiedlich. Diese Woche lese ich Barbara Köhlers deutsche Übersetzung von Gertrude Stein. Gertrude Stein lese ich sowieso gern, auch im Englischen. Es ist wahnsinnig schön.

Vielen Dank für das Gespräch.